YouTube statt Instagram – warum kurze Videoclips im Google-Universum mehr Sichtbarkeit erzeugen

Top-Domains, die in der KI-Übersicht in Google Gemini zitiert werden

In KI-Ansichten punkten beim Zitieren die Google-eigenen Plattformen

Für Kleinunternehmer ist der Einsatz von Social Media eine Frage der Plattform, die den meisten Nutzen für die zu erreichende Zielgruppe bietet. Instagram ist primär bei jüngeren Inhabern im Einsatz. Älteren Geschäftsführern hingegen ist Instagram viel zu nervig und zu kurzlebig.

Reels auch für YouTube als „Shorts“ nutzen

Interessant ist aus meiner Erfahrung die Ignoranz bei der jüngeren Generation hinsichtlich YouTube. Viele versteifen sich zu sehr auf Instagram und vergessen, dass YouTube die Plattform für Kurzvideos ist, die eine deutlich höhere Reichweite erzielen kann. Es ist nämlich ein Leichtes, die Reels von Instagram auch für den eigenen YouTube-Kanal zu nutzen.

YouTube mit Sichtbarkeitsvorteil

Außerdem werden YouTube-Clips in der Google-Suche sowohl bei der normalen Suche, als auch bei der KI-Ansicht (AI-Overview) angezeigt, wenn die Clips zur Suchintention potenzieller Kunden passen. Siehe dazu die Grafik ganz oben: „Top Domains in AI Overviews“ von surferseo.com. Die Wahrscheinlichkeit, in der Google-Suche in den KI-Ansichten zitiert zu werden, ist ein entscheidender Vorteil der Shorts  gegenüber Instagram. 

Nutzersignale per Webstatistik verstehen (Symbolbild)
Nutzersignale verstehen mithilfe einer Webstatistik (KI-Symbolbild)

Natürlich kann YouTube keine Fotos posten, wie bei Instagram. Aber Tatsache ist, dass auf Instagram Reels die meiste Aufmerksamkeit bringen. Deshalb meine Empfehlung: Unbedingt YouTube und Instagram parallel nutzen. Ein Reel von Instagram herunterzuladen und auf YouTube zu posten, ist innerhalb weniger Minuten erledigt und schafft dadurch eine Erweiterung der Sichtbarkeit. 

YouTube zur Informationsrecherche deutlich wichtiger als Instagram

Noch ein Grund, der mehr für den Einsatz von YouTube spricht. Die Videoplattform wird als Suchmaschine genutzt. Das ist bei Instagram eher weniger der Fall. Viele User lassen sich von den Inhalten berieseln und swipen durch den Content ohne Suchintention. Auf YouTube wird gezielt nach Informationen gesucht, über alle Typen von Videoclips hinweg. Siehe Grafik von claneo.com

Welche Plattform wird für die Suche genutzt (Grafik: claneo.com, 2025)
Welche Plattform wird für die Suche genutzt (Grafik: claneo.com, 2025)

Nutzerzahlen in Deutschland sprechen eine deutliche Sprache für YouTube

Rein von den Nutzungszahlen in Deutschland ist YouTube doppelt so stark, wie Instagram. Für Kleinunternehmer mit begrenzter Zeit für das Online-Marketing ist meiner Ansicht nach klar, welche Maßnahmen Priorität haben sollten. Ich sehe hier vier Schwerpunkte.

  • Social-Media-Marketing: YouTube für kurze und längere Videos
  • Online-Marketing: SEO/DEO-optimierte Website mit aktuellen Inhalten
  • Google-Unternehmenseintrag, vollständig gepflegt mit möglichst vielen positiven Bewertungen
  • WhatsApp-Business als direkter Kanal zu Kunden

Alle anderen Maßnahmen können – sofern noch Zeit und Budget vorhanden sind – selbstverständlich genutzt werden. Erfahrungsgemäß ist es jedoch für die meisten Kleinbetriebe nicht zu schaffen.

YouTube ist generationenübergreifend 

Wer nun Angst hat, dass Google und YouTube von jüngeren Leuten weniger genutzt werden, den kann ich beruhigen. Der Suchkonzern versteht es am besten, eine breite Nutzerschaft zu bedienen. 

 

Instagram-Nutzung Deutschland
YouTube-Nutzung Deutschland
YouTube-Nutzung Deutschland

Quelle für die Grafiken: socialmediatransparency.org 

Meine Empfehlung:

Obwohl es für Kleinunternehmen immer aufwendiger wird, sich im Internet und in Social Media bemerkbar zu machen, gibt es keine Alternative, als sich den Gegebenheiten anzupassen. Plattformen, wie Google und der Meta-Konzern dominieren den Markt und bestimmen die Richtung. Deshalb bleibt es wichtig, sich im KI-Zeitalter auf die Online- und Social-Media-Plattformen zu konzentrieren, die die größte Reichweite haben. Auf mehreren Kanälen, wie TikTok, Facebook, Snapchat oder X sich zu tummeln, bleibt den großen Unternehmen vorbehalten, die mit entsprechenden Teams die Plattformen bespielen und so ihre Marke im Blockfeld der Kunden platzieren.

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