Die Macht der Gewohnheit und warum Google sich mehr und mehr Anteile vom KI-Kuchen zurückholt
Nachdem in den vergangenen drei Jahren KI-Chatbots den Suchmarkt erobert haben, scheint die Google-Suche an Relevanz verloren zu haben. Einige Stimmen hatten schon Google als den Verlierer dargestellt, und so manche Aussagen, wie „Ich nutze nur noch ChatGPT zur Suche im Internet“ sind am Ende wenig glaubhaft.
ChatGPT verliert Marktanteile an Google Gemini
Tatsache ist, dass Google sich mit Gemini Marktanteile zurückerobert, wie in der Grafik von Similarweb zu sehen ist. ChatGPT ist demnach immer noch Marktführer unter den Chatbots, aber Google holt jeden Monat auf.
Google hat eine gigantische und aktuelle Datenbasis
Dadurch, dass Google in seinen Suchergebnissen KI-Übersichten UND die normalen Suchergebnisse anbietet (Google Ads, organische Suchergebnisse, lokale Unternehmen, Videos), sind die Ergebnisse viel attraktiver. Denn man muss sich darüber im Klaren sein, dass nicht für jede Suchanfrage eine Antwort per Chatbot nützlich ist. Das gilt primär für:
- Lokale Suchergebnisse: Hier ist der Google-Unternehmenseintrag hervorzuheben, der für regional ausgerichtete Betriebe absolut wichtig ist.
- Shopping: Viele suchen für einen Produktkauf mit aktuellen Angeboten, häufig in der Google-Suche.
- Neuigkeiten: Google hat die aktuellen Nachrichten aller Medien im Überblick.
- Kurzvideos: YouTube-Shorts liefert passend zu der Suche entsprechende Shorts
- Bilder: Fotos und Grafiken in Hülle und Fülle bietet die praktische Bildersuche in Google.
Chatbots als Assistenz verstehen
Chatbots sind unschlagbar, wenn es um tiefgreifendere Recherchen geht, die weit über die Suche mit 3 bis 4 Suchbegriffen hinausgeht.
Suchmaschinenoptimierung und KI-Optimierung als Zukunftsstrategie verstehen
Die Erkenntnis aus den letzten Monaten zeigt, dass es für Websitebetreiber künftig eine hybride Optimierungsstrategie geben muss. Eine Firmen-Website muss also sowohl für die konventionelle Suche in Google optimiert sein, als auch für die KI-Chatbots. Allerdings müssen wir uns damit abfinden, dass Websites, wie bereits geschehen, deutlich weniger besucht werden als früher. Die Ergebnisse, die KI-Chatbots liefern, machen den Besuch von Websites, die als Quelle dienen, größtenteils überflüssig.
Wieder steigt der Anspruch an Website-Inhalte
Doch ohne die Inhalte Ihrer Website kann keine KI referenzieren, wenn genau Sie die Informationen Interessenten und Kunden liefern, die gesucht werden. Die Kunst besteht demnach darin, dass Ihre Website in den KI-Chatbots zitiert wird. Das funktioniert über:
- Technische und inhaltliche Spezifikationen innerhalb Ihrer Website. Dazu gehören eine Groundingpage, eine oder mehrere FAQ-Seiten, Schema-Markups, und eine angepasste robots.txt.
- Externe Quellen, die sich auf Ihr Unternehmen beziehen. Das können Pressemeldungen sein, Bewertungen in diversen Branchenportalen, Posts auf Social-Media-Plattformen etc.
- Aktuelle Inhalte: Dauerhaft in den KI-Chatbots zitiert zu werden, hängt primär von aktuellen Inhalten ab. Websites, die selten gepflegt werden, können also nicht davon ausgehen, dass sie berücksichtigt werden.
SEO behält seine Bedeutung bei
Eine für Suchmaschinen optimierte Firmen-Website bleibt nach wie vor essenziell, weil Google eben weiterhin den Suchmarkt dominiert. Das darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Es gibt ein reales, schnelles Wachstum bei der KI-Nutzung zur Recherche (48 % → 72 % laut Handelsblatt), aber Aussagen, wie „die Suche findet nur noch über Chatbots statt“ ist eine massive Übertreibung.
Die klassische Google-Suche bleibt für die große Mehrheit der Deutschen der Standardweg – KI-Chatbots sind ein wachsender, aber noch klar sekundärer Kanal. Das rechtfertigt, AI-SEO/GEO als zusätzliche Disziplin ernst zu nehmen, aber nicht, klassisches SEO für potenzielle Neukunden zu vernachlässigen.
Content produzieren, der Vertrauen schafft
Weniger Website-Besucher, trotzdem Anfragen
Nur, weil Websites nicht mehr so oft besucht werden, heißt das noch nicht, dass sie keine Anfragen erhalten. Das Zitat im Ergebnis der Google-KI-Suche (Gemini) kann entscheiden, ob ein Website-Besuch stattfindet. Es werden ja die Quellen angegeben, und wenn diese eine Quelle gegenüber der Konkurrenz so sehr überzeugt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Anfrage auf der Ziel-Website enorm. Vertrauensbildende Maßnahmen spielen demnach eine große Rolle.
Beispiel: Domhöfer Elektrotechnik – Innungsbetrieb
Die Fa. Domhöfer, die ich seit Jahren bei der Website-Pflege und beim Online-Marketing betreue, hat eine Qualifikation, die einen sofortigen Vertrauensbeweis darstellt: einen Innungsbetrieb. Diese Qualifikation verspricht:
- Formale Qualifikation: Also ein Meisterbetrieb, der qualifizierte Fachkräfte beschäftigt und sich an entsprechende DIN-Normen, Richtlinien und Gesetzesvorgaben hält.
- Qualitätsstandards: Innungen legen Verhaltens- und Qualitätsstandards fest, an die sich Mitgliedsbetriebe halten müssen.
- Das Siegel als Vertrauensanker: Das Innungslogo bzw. der Titel „Innungsfachbetrieb“ funktioniert als überprüfbares Gütesiegel.
- Regionale Verankerung: Innungsbetriebe sind meist lokal verwurzelt und langfristig ansprechbar
Es ist tatsächlich nur eine Kleinigkeit, aber die kann alles entscheidend sein. Weitere Kriterien, die Vertrauen schaffen, sind Top-Bewertungen im Google-Unternehmenseintrag. Umfangreiche, immer wieder aktualisierte Informationen zu den Kernthemen „PV-Anlagen“ und „Elektromobilität“ sowie Referenzen.
In der „normalen“ Google-Suche würde der Innungsbetrieb gar keine Rolle spielen, da hier die Suche keywordbasiert (z. B. „PV-Anlagenanbieter Landkreis Fulda“) ist.
Website-Pflege nicht vernachlässigen
Eine gut gepflegte und immer wieder aktualisierte Website ist ein Erfolgskriterium, welches schon immer Vorteile in der Sichtbarkeit und Wahrnehmung einer Firmen-Website in Suchmaschinen hat. Daran wird sich auch im KI-Zeitalter nichts ändern. Der Vorteil heutzutage ist die Unterstützung von KI-Tools bei der Produktion von Beiträgen, Bildern und Videos.
KI-Tools helfen Content günstig herzustellen
Für mich als Content-Manager sind KI-Tools, wie Gemini, Notebook LM, Canva oder Claude ein wahrer Segen. Nie war es einfacher, Inhalte vorzubereiten, um diese dann mit Anpassungen und eigenen Worten zu veröffentlichen.
Bleiben Sie also dran an Ihrer Website und vernachlässigen Sie diese nicht. Auch wenn in der heutigen Zeit viele Kleinbetriebe lieber auf Instagram kurze Clips erstellen, finden Kundenkontakte immer noch überwiegend über den Website-Besuch statt.
Werden Sie zur führenden Quelle Ihrer Branche
Wenn Sie weiterhin im Internet wahrgenommen werden wollen, obwohl die Bedingungen viel anspruchsvoller geworden sind, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie die führende Informationsquelle Ihres Gewerbes in Ihrer Region werden sollten. „Content is king“ ist und bleibt die alles entscheidende Maßnahme im Online-Marketing. Vorausgesetzt, er orientiert sich an den Bedarfen und Anliegen der Kunden und es geschieht regelmäßig.
Interesse an eine GEO-OnPage-Optimierung?
Für Kleinunternehmen, die eine WordPress-Website betreiben, biete ich eine KI-Optimierung ihrer Website an. Dazu werden insgesamt vier Spezifikationen in Ihre Website integriert:
- Eine Groundingpage
- Eine FAQ-Seite
- Ein Schema-Markup, sowie
- eine angepasste robots.txt.
Das Gesamtpaket kostet 160,00 € zzgl. MwSt.
Für die Maßnahmen benötige ich Admin-Zugriff auf Ihre Website. Näheres erhalten Sie telefonisch oder per Mail.

